Hausstrecken
Pässetouren
Bike & Hike
Ötz(to)tal
Streckenlänge: 167km, Höhendifferenz: 4085m
Bewertung
| Landschaft: | ![]() |
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| Charakter: | Schwere Alpentour |
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| Straße/Verkehr: | Detailinfos bei den Passbeschreibungen |
Als letzter großer Test vor dem Dolomitenmarathon stand 2006 eine ausgedehnte Tour rund ums Ötztal auf dem Programm. Startort war Ötz. Begleitet wurde ich von meinem Bruder Carsten, der damit seinen Pässeeinstand gab.
Bis Zwieselstein stand erst mal Einrollen auf dem Programm. Abgesehen von drei Talstufen gibt's kaum
nennenswerte Steigungen. Danach ging's aber ans Eingemachte. Das
Timmelsjoch kann man in zwei Abschnitte einteilen: Bis zur Mautstation
mit Steigungsmaxima bis 13% und nach einer kurzen Abfahrt der hochalpine Teil bis zur Passhöhe. Trotz
Traumwetters (oder gerade deswegen) war der Spaß allerding ein wenig getrübt:
Massen von Motorradfahrern drängten sich an uns vorbei. Bei immer noch etwa 20 Grad auf der Passhöhe
gönnten wir uns eine kurze Pause, um dann die rasende Abfahrt zurück in Richtung Zwieselstein
in Angriff zu nehmen. Vor allem der lange gerade Teil vor dem Gegenanstieg lässt
Höchstgeschwindigkeiten zu.
In Zwieselstein zweigt eine sehr gut ausgebaute Straße nach Vent
ab, womit wir schlagartig dem
starken Verkehr entkamen und die idyllische Landschaft in vollen Zügen genießen konnten. Die etwa 400
Höhenmeter bis Vent verteilen sich auf ein paar Stufen, wobei es nirgends richtig steil wird. Erst
die schmale Straße von Vent nach Rofen erfordert nochmals kräftigen Tritt. Rofen selbst kann man eigentlich
nicht unbedingt als einen Ort bezeichnen, besteht es doch nur aus einem Hotel und einem Gasthof.
Nach der Abfahrt entschied mein Bruder, dass es für die Premiere erst einmal reichen würde und gönnte sich einen (wie ich mir erzählen ließ) leckeren Kaiserschmarrn.
Ich hatte mir allerdings noch ein ganz besonderes Schmankerl als krönenden Abschluss
vorgenommen. Die Ötztaler Gletscherstraße zum höchsten asphaltierten Punkt der Alpen, dem
Tiefenbachgletscher. Nach bereits 100km und über 2500
Höhenmetern in den Beinen ein wirklicher Hammer! Gleich von Beginn an fordern schier endlos lange
fast durchwegs 13% steile Rampen zum Kampf gegen den inneren Schweinehund. Die wenigen flachen Meter kurz
vor der Mautstation reichen gerade mal, um kurz die Beine baumeln zu lassen, ehe es erbarmungslos
weiter geht. Erst wieder eine fürchterlich lange Gerade, dann ein paar Kehren bis zur Skistation. Dort
verweigt die Strecke: rechts zum Parkplatz des Rettenbachgletschers,
links zum spektakulären Schlussabschnitt zum Tiefenbachgletscher.
Spektakulär deshalb, weil die
letzten zwei Kilometer bzw. 200 Höhenmeter durch einen Tunnel führen. Im Freien war es durchaus
noch angenehm mild, doch im Tunnel kam ich mir vor, als müsste ich einen Eisschrank durchqueren.
Erschwerend kam hinzu, dass die Beleuchtung teilweise eher spärlich war und der Straßenbelag vor allem
im letzten Drittel katastrophal war. Doch dann war es geschafft. Sogar ein Schild weist den höchsten Punkt
aus (Beweisfoto ;-). Vollkommen einsam dort oben waren die Strapazen auf einmal wie weggeblasen.
Glücklicherweise ging's nun nur noch bergab. Bis Sölden waren dabei nur die Bremsen gefragt. Die letzten 30 Kilometer zurück nach Ötz muss man dann meistens mittreten, ideal also, um den Laktatüberschuss, der sich im Laufe des Tages angesammelt hat, wieder etwas abzubauen.
Reine Fahrtzeit der Tour war übrigens acht Stunden. Weitere Bilder findet Ihr hier.
Karte
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Höhenprofil



