No Limits Snowboardschule Bike und Radsport Langweid

Drei-Länder-Tour

305 km, 3195 Höhenmeter

Landschaft

Charakter

sehr schwere Langstreckentour

Straße/Verkehr

bis Schongau wenig Verkehr, ab Schongau mäßiger bis starker Verkehr, teilweise aber Radwege; sehr starker Verkehr auf der Brennerbundesstraße

Diese Tour ist die längste Tagestour, die ich je gefahren bin (seit dem 11.09.2006 nicht mehr). Und ich glaub auch die härteste (selbst nach dem Ötztaler war ich nicht so platt). Ziel war es, von meinem Wohnort (damals noch Nordendorf, ca. 30km nördlich von Augsburg) an einem Tag nach Italien zu fahren.

Die Strecke kannte ich schon von einer Mehrtagesfahrt nach Pisa. So wußte ich, dass es bis Sterzing etwa 300km sein mussten (waren auf dem Weg nach Pisa die beiden ersten Tagesetappen). Den Zirler Berg (Verbindung von Mittenwald nach Innsbruck) wollte ich allerdings dieses mal umfahren, da er offiziell für Radfahrer gesperrt ist. So wählte ich die Variante über den Mösernen Sattel, was noch ein paar zusätzliche Kilometer bedeutete.

Doch zunächst führt die Strecke erst einmal eher langweilig etwa 90km immer im Lechtal bis Schongau. Ab dort beginnt es dann langsam etwas hügeliger zu werden. Ganz nett ist die Abfahrt von Kloster Ettal in Richtung Garmisch. Bis Mittenwald ist zwar die umgebende Landschaft insbesondere mit dem Blick auf die Zugspitze sehr schön, die Strecke führt allerdings an der sehr stark befahrenen Bundesstraße 2 in Richtung Süden, zwar zumeist auf Radwegen, trotzdem aber etwas nervig. In Mittenwald verläßt man dann die Fernverkehrsroute, um über das Leutaschtal und den Mösernen Sattel ins Inntal zu gelangen. Auf der sogenannten Dörferlinie verläuft die Tour dann von Telfs im Inntal weiter bis Innsbruck. Die ständigen kurzen Steigungen zehren dann schon mächtig, schließlich hat man zu diesem Zeitpunkt schon gut über 200km in den Beinen.

Dann kam's allerdings knüppeldick. Der Brenner ist ja normalerweise ein sehr leichter Pass. Doch nach 250km erscheint einem die zwar nicht steile aber lange Anfahrt bis zur Passhöhe schier endlos. Nachdem dann auch noch der Hungerast mit voller Kraft zuschlug, war ich der Aufgabe sehr nahe. Welche Kräfte mich doch noch nach oben führten, ist mir heute noch ein Rätsel. Nach etwas über 12 Stunden war's dann endlich geschafft, völlig ausgepowert erreichte ich das Ziel Sterzing.

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