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Bozner Vier-Pässe-Tour

130 km, 3492 Höhenmeter

Landschaft

Charakter

sehr schwere Alpentour

Straße/Verkehr

in und um Bozen sehr starker Verkehr, auch auf der Südtiroler Weinstraße über Kaltern nach Bozen, ansonsten mäßiger bis wenig Verkehr; gut ausgebaute Passstraßen

Diese Tour führt zwar nicht über die bekanntesten Pässe, dennoch ist sie mehr als ein Geheimtip. Nicht nur die landschaftlichen Leckerbissen wie das Schlernmassiv oder der Rosengarten machen diese Tour interessant sondern auch ihre sehr anspruchsvolle Charakteristik.

Karerpass Ausgangspunkt der Tour ist Bozen. Leider muss man sich durch die oft verstopfte Innenstadt quälen und auch die paar Kilometer auf der Brennerbundesstraße Richtung Norden sind nicht gerade ein Vergnügen. In Blumau allerdings, wo man diese verläßt um in Richtung Nigerpass abzubiegen, ändert sich dies schlagartig. Verkehr ist kaum noch vorhanden. Praktisch ab der Abzweigung geht's dafür gleich ordentlich zur Sache. Mit Steigungen von bis zu 15% gewinnt man schnell an Höhe gegenüber dem Eisacktal. Hat man diesen Abschnitt geschafft, sollte man die folgenden Kilometer, die fast eben verlaufen, nutzen, um dann den zweiten Abschnitt des Nigerpasses zu meistern. Auch hier warten wieder steile Passagen mit 14% und ein kurzer Abschnitt mit sogar 20%! Doch glücklicherweise ist man von der herrlichen Landschaft ziemlich abgelengt. Während zunächst das mächtige Schlernmassiv dominiert, kommen weiter oben immer mehr die spitzen Pfeiler des Rosengartens zum Vorschein. Von der Passhöhe des Nigerpasses bis zum Karerpass verläuft anschließend eine herrliche Panoramastraße. Diese führt fast eben auf einer Höhe von etwa 1700m gut 6km am Rosengartenmassiv entlang und macht ihrem Namen alle Ehre. Bei schönem Wetter sieht man in Richtung Westen bis zum Ortlermassiv. An der folgenden Abzweigung führt die Tour eigentlich rechts weiter, doch sollte man die wenigen Meter in die andere Richtung zum Karerpass ruhig noch mitnehmen, so leicht kommt man selten zu einem Alpenpass.

Von der eher unattraktiven Passhöhe geht's nun erst einmal 800 Höhenmeter in Richtung Bozen bergab. Auf der sehr gut ausgebauten Straße kommt man zügig voran. Aufpassen sollte man allerdings am Karersee. Die Massen von Touristen, die hier die Straße vom Busparkplatz zum See überqueren, scheinen den Verkehr und insbesondere Radfahrer zu ignorieren.

Lavazejoch In Birchabruck (Ponte Nova) verlässt man die Hauptstraße und biegt links ab in Richtung Lavazejoch. Mit langen Passagen mit 13% Steigung haben es die fast 1000 Höhenmeter ganz schön in sich. Außerdem fährt man bis kurz vor der Passhöhe ständig im Wald, wodurch einem die 12km wesentlich länger erscheinen. Allein die Aussicht aber, die man dann von dort oben genießen kann, lohnt die Mühe. Ähnlich wie den Karerpass, bekommt man vom Lavazejoch aus das Joch Grimm nahezu geschenkt. 200 Höhenmeter auf 4km Länge sollten nun auch nicht mehr abschrecken. Leider ist diese Straße nur bis zur Passhöhe asphaltiert, so dass man auf selber Strecke wieder zum Lavazejoch zurück muss.

Joch Grimm Die folgende Abfahrt nach Cavalese ist streckenweise steil (15%) und unübersichtlich, also Vorsicht. Auf dem Weiterweg nach Kaltenbrunn (Fontanefredde) müssen noch einmal 100 Höhenmeter überwunden werden, ehe es dann nochmals etwa 800 Höhenmeter hinunter ins Etschtal geht, die letzten Kilomter sehr Kehrenreich und mit toller Aussicht auf die gegenüberliegenden Weinhänge entlang der Südtiroler Weinstraße. Diese bildet auch den letzten Abschnitt zurück nach Bozen. Durch berühmte Weinorte wie Tramin und Kaltern und am gleichnamigen See vorbei ist dies nochmals ein Highlight der Tour - vorausgesetzt, man hat sich noch ein paar Körner aufgespaart, denn der Streckenverlauf ist recht hügelig. Mir selbst ist es nämlich so ergangen, dass dort der gefürchtete Hungerast zugeschlagen hat. Statt genießen war das Motto also Zähne zusammen beißen und durchhalten bis Bozen. Trotzdem ist dies eine meiner schönsten Tagestouren.

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