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Spikereifen fürs Fahrrad — Was bringt es?

Permalink 05.01.12 22:08:05, Autor: Christian, Kategorien: Wintersport

Eigenartigerweise ist in den gesamten vergangenen Jahrzehnten niemand auf die Idee gekommen, Spikes für das Fahrrad zu nutzen. Viele Menschen gehen davon aus, dass Spikereifen verboten sind — das sind sie auch. Aber doch nicht für Radfahrer! Nur Autos dürfen nicht mit solchen Reifen bestückt werden. Spikereifen sind der ideale Partner für jeden, der auch bei Eis und Schnee mit dem Rad unterwegs sein will.

Anfang der neunziger Jahre waren Mountainbikes überall gefragt, auch von denjenigen, die damit gar nicht im Gelände unterwegs sein wollten. Sie wurden für das Erklimmen von Rodelbahnen benutzt — da mussten natürlich Reifen mit perfektem Grip her. Und genau das bieten Reifen, die mit Spikes ausgestattet sind. Führender Hersteller der Spikereifen ist bis heute die finnische Firma Nokian mit ihrem Reifen Nokian Hakka WXC 300. Diese Reifen kommen mit 300 Stahlstiften daher!

Deutlich weniger solcher Stifte werden für die üblichen Tourenräder und ihre Winterreifen benötigt. Hier reichen etwa 100 aus, damit ein guter Grip erreicht wird und das Rad straßentauglich ist.

Die heutigen Reifen sind meist nicht mit Voll-Spikes bestückt, sondern nur an den Rändern. Das bewirkt, dass die Mitte des Reifens ohne Spikes auskommt und daher auch ein Fahren auf einer Fahrbahn ohne Eis und Schnee möglich ist. Die Spikes werden wieder benötigt, wenn der Reifen ein wenig in den Untergrund einsinkt, wie das etwa bei einer auf der Straße festgefahrenen Schneedecke der Fall ist oder auch, wenn der Fahrer sich ein wenig in die Kurve legt. Für Geradeausstrecken lassen sich die Spikereifen aber ebenfalls nutzen, dann muss nur ein wenig Luft aus dem Reifen gelassen werden.

Doch wie sitzen diese Stahlstifte eigentlich am Reifen? Zuerst einmal muss der Gummi des Reifens eine bestimmte Härte haben. Dann muss er einen guten Grip bei Kälte und auch bei Nässe bieten. Der Stahlstift sitzt dann dauerhaft fest. Wichtig ist zudem, dass der Reifenunterbau besonders fest ist und so dem Spike keine Möglichkeit bietet, einen Plattfuß zu verursachen. Genau genommen könnte man mit den Spikereifen sogar das ganze Jahr über Fahrrad fahren, doch praktisch macht das natürlich kaum jemand.

Noch ist die Nachfrage nach Spikereifen für das Fahrrad gering, aber vor allem in nördlichen und östlichen Breiten Europas steigt sie rapide an. Für unsere Breiten empfehlen sich der Nordic Spike 120 oder Spikereifen wie der Snow Stud, damit die winterliche Radfahrt nicht zur Rutschpartie wird.
Neben den Tourenrädern sind es in erster Linie immer noch die Mountainbikes, die mit Spikes ausgestattet sind. Wer mit seinem Rad im Winter kaum unterwegs ist, kommt auch mit Ganzjahresreifen gut über die Runden. Wichtig ist hier ein ausreichendes Profil des Reifens.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von tomsbikecorner.de.

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